Originalscheibe vs. Aftermarket: Ist der Unterschied wirklich relevant?
Beim Austausch einer Autoscheibe stellt sich für viele Fahrzeughalter eine zentrale Frage: Originalscheibe (OEM) oder Aftermarket-Scheibe (OES/ARG)? Die Unsicherheit ist verständlich – schließlich geht es um Sicherheit, Fahrkomfort und nicht zuletzt um Kosten. In diesem Artikel erläutern wir die Unterschiede sachlich und praxisnah und zeigen, wann welche Variante sinnvoll ist.
Was ist eine Originalscheibe (OEM)?
Eine Originalscheibe (OEM – Original Equipment Manufacturer) stammt vom gleichen Hersteller, der auch die Scheiben für den Fahrzeugproduzenten liefert.
Merkmale:
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Identische Spezifikationen wie bei der Erstausrüstung
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Gleiche Materialqualität, Dicke und Sicherheitsstandards
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Oft mit Herstellerlogo des Fahrzeugproduzenten versehen
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In der Regel teurer als Alternativen
Wichtig: Technisch unterscheidet sich eine OEM-Scheibe meist nicht von hochwertigen Markenscheiben ohne Logo.
Was ist eine Aftermarket-Scheibe?
Aftermarket-Scheiben werden von zertifizierten Glasherstellern produziert, die nicht exklusiv für einen Fahrzeughersteller arbeiten.
Merkmale:
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ECE-zertifiziert (gesetzlich vorgeschrieben)
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Entsprechen europäischen Sicherheits- und Qualitätsnormen
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Häufig von denselben Produzenten wie OEM-Scheiben
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Deutlich kosteneffizienter
Für Versicherungen sind Aftermarket-Scheiben der Standardfall.
Sicherheit: Gibt es Unterschiede?
Kurz gesagt: Nein – sofern die Scheibe fachgerecht verbaut wird.
Entscheidend für die Sicherheit sind:
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korrekte Scheibendicke
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passgenauer Sitz
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hochwertiger, zugelassener Kleber
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Einhaltung der Aushärte- und Kalibrierungszeiten
Eine korrekt verbaute Aftermarket-Scheibe bietet die gleiche strukturelle Stabilität wie eine Originalscheibe – inklusive Airbag-Abstützung und Karosseriesteifigkeit.
Assistenzsysteme & Sensorik
Moderne Fahrzeuge verfügen über:
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Frontkameras (Spurhalteassistent, Notbremsassistent)
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Regensensoren
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Lichtsensoren
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Head-up-Displays
Entscheidend ist nicht die Scheibe, sondern die Kalibrierung.
Sowohl OEM- als auch Aftermarket-Scheiben sind für diese Systeme ausgelegt – vorausgesetzt, nach dem Einbau erfolgt eine fachgerechte Kalibrierung nach Herstellervorgaben.
Kosten & Versicherung
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Teilkasko: In der Regel übernimmt die Versicherung eine hochwertige Aftermarket-Scheibe vollständig (abzüglich Selbstbeteiligung).
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OEM-Scheibe: Meist nur bei ausdrücklicher Vereinbarung oder Zuzahlung.
In der Praxis wählen über 90 % der Versicherungsfälle Aftermarket-Scheiben, ohne Einschränkungen bei Sicherheit oder Funktion.
Wann ist eine Originalscheibe sinnvoll?
Eine OEM-Scheibe kann sinnvoll sein bei:
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sehr neuen Fahrzeugen (Leasing / Rückgabe)
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besonderen Anforderungen an Optik oder Branding
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expliziter Vorgabe durch den Fahrzeughalter
Technisch notwendig ist sie in den meisten Fällen nicht.
Fazit: Relevant oder nicht?
Für die meisten Kunden ist der Unterschied im Alltag nicht relevant.
Eine hochwertige Aftermarket-Scheibe, korrekt verbaut und kalibriert, ist:
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sicher
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zuverlässig
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voll funktionsfähig
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wirtschaftlich sinnvoll
Entscheidend ist weniger die Scheibe selbst – sondern der Fachbetrieb, der sie einbaut.
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